Patches zum Aufbügeln selbermachen – einfache Anleitung für aufbügelbare Aufnäher
Selbstgemachte Patches sind eine wunderbare Möglichkeit, Kleidung, Taschen oder Rucksäcke individuell zu gestalten. Mit einer Stickmaschine lassen sich ganz einfach einzigartige Aufnäher herstellen, die du anschließend aufbügeln oder aufnähen kannst.
Besonders schön ist: Du kannst dafür viele vorhandene Stickdateien verwenden und musst keine speziellen Patch-Dateien kaufen.
Wenn du bisher dachtest, dass Patches schwierig sind, kann ich dich beruhigen. Mit ein paar Materialien und etwas Geduld gelingen sie auch Anfängern problemlos.
Du kannst aus einer Applikation oder aus einer Vollstich-Stickdatei einen Aufnäher/Patch machen, indem du ihn auf einem Trägerstoff stickst und auf der Rückseite mit einer aufbügelbaren Folie versiehst.
Solche Patches eignen sich wunderbar z. B. für Kleidung, Käppis, Schultaschen.
Sie sind aber auch ein schönes Geschenk für Freunde, die keine Stickmaschine haben. Diese können dann ganz ohne eigene Stickmaschine, aber mit den Patches die Kleidung ihrer Kinder aufpimpen.
Was sind Patches eigentlich?
Patches sind kleine bestickte Aufnäher, die auf Kleidung oder andere Textilien aufgebracht werden. Früher wurden sie oft verwendet, um Löcher zu verdecken oder Kleidung zu reparieren. Heute sind sie hauptsächlich ein dekoratives Element.
Mit selbst gemachten Patches kannst du:
- Kinderkleidung verschönern
- Rucksäcke aufpeppen
- Schultaschen personalisieren
- Jacken individuell gestalten
- Geschenke verschönern
- eigene Labels erstellen
Gerade für Kinder sind Tiermotive besonders beliebt, weil sie Kleidung sofort persönlicher und liebevoller wirken lassen.
Welche Stickdateien eignen sich für Patches?
Für Patches eignen sich besonders:
- Applikationen, (z. B. Superhelden Schweinchen)
- Vollstich-Stickdateien
- kleine Motive mit klaren Konturen
- Schriftzüge
- Tiermotive
Besonders schön wirken Stickdateien mit einer deutlichen Außenkontur. Dadurch lässt sich der Patch später einfacher ausschneiden.
Was benötige ich für eigene Patches?
- Stickmaschine
- Trägerstoff - z.B. Stickfilz in 1-1,5 mm Stärke (oder Steifleinen)
- Vollstich-Stickdatei oder Applikation , (Superhelden Schwein)
- BSN-Folie von Sulky
- Bügeleisen
- Backpapier oder Geschirrtuch
- Stickgarn
- Schere
Patches selbst machen – Schritt für Schritt
1. Stickdatei auf Filz sticken
Spanne den Stickfilz ein und sticke dein Motiv wie gewohnt. Anschließend entfernst du überschüssiges Stickvlies und schneidest lose Fäden zurück
2. BSN-Folie zuschneiden
Schneide die BSN-Folie etwas kleiner als den Stickfilz zu. Dadurch verhinderst du, dass später Kleber an den Seiten hervortritt.
3. Folie aufbügeln
Lege die Folienseite der BSN-Folie auf die Rückseite des Motivs. Nun bügelst du die Folie bei etwa 135 °C für ungefähr fünf Sekunden fest.
Verwende dabei Backpapier oder ein dünnes Tuch zum Schutz.

4. Motiv ausschneiden
Nach dem Abkühlen ziehst du das Schutzpapier ab. Jetzt schneidest du den Patch mit etwa 3 bis 5 mm Abstand zur Außenkontur aus.
Je sauberer du schneidest, desto professioneller wirkt später der fertige Aufnäher.


Fertig ist der aufbügelbare Patch.
Wie bringe ich Patches an?
Patches können z. B. an Rücksäcke, an Kleidung oder an Taschen angebracht werden.
Diese werden einfach aufgebügelt. Bei Patches auf Kleidung, empfehle ich aber trotzdem die Ränder festzunähen. Durch das Waschen können sich diese sonst lösen.
Bei meiner Tasche habe ich auf das Festnähen verzichtet. Falls die Applikation sich doch mal löst, kann ich sie einfach wieder mit dem Bügeleisen fixieren.
Patch aufbügeln
- Lege den Patch auf das gewünschte Textil.
- Drücke ihn mit dem Bügeleisen bei ungefähr 135 °C für etwa 20 bis 25 Sekunden kräftig an.
- Danach solltest du das Textil möglichst 48 Stunden ruhen lassen. Erst dann erreicht die Klebeschicht ihre volle Haftkraft.
Müssen Patches zusätzlich angenäht werden?
Für Taschen, Rucksäcke oder Dekorationen reicht das Aufbügeln meist völlig aus. Bei Kleidung empfehle ich jedoch, die Außenkante zusätzlich festzunähen.
Durch häufiges Waschen können sich aufgebügelte Patches mit der Zeit lösen. Eine zusätzliche Naht erhöht die Haltbarkeit deutlich.
Häufige Fehler beim Patch-Sticken
- Der Patch löst sich wieder - Meist wurde zu wenig Druck oder Hitze verwendet.
- Die Kanten fransen aus - Hier hilft ein stabilerer Trägerstoff oder ein größerer Rand beim Ausschneiden.
Der Patch wirkt wellig - Oft wurde das Motiv zu dicht digitalisiert oder der Filz war nicht ausreichend stabilisiert. Manchmal kann man das Ergebnis retten, indem man hier vorsichtig mit Dampf bügelt.
FAQ – Patches mit der Stickmaschine
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Kann ich jede Stickdatei als Patch verwenden?
- Viele Applikationen und Vollstich-Dateien eignen sich hervorragend. Besonders gut funktionieren Motive mit klaren Außenlinien.
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Kann ich Patches waschen?
- Ja. Bei Kleidung empfiehlt sich zusätzliches Festnähen, damit der Patch dauerhaft hält.
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Welche Folie eignet sich für Aufbügler?
- Sehr beliebt ist BSN-Folie zum Aufbügeln. Sie lässt sich einfach verarbeiten und hält zuverlässig.
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Kann man Patches auch ohne Stickmaschine machen?
- Ja, allerdings werden die Ergebnisse meist weniger gleichmäßig als mit einer Stickmaschine. Damit kann man aber auch schöne Ergebnisse erzielen.
Fazit
Patches selbst zu machen, ist deutlich einfacher, als viele denken. Mit einer Stickmaschine, etwas Stickfilz und BSN-Folie kannst du aus vielen Stickdateien individuelle Aufnäher herstellen.
Gerade wenn du Kinderkleidung, Taschen oder Geschenke verschönern möchtest, sind selbstgemachte Patches eine tolle Möglichkeit, deine Projekte noch persönlicher zu gestalten.
Trau dich ruhig heran. Du musst dafür kein Profi sein. Mit ein wenig Übung gelingen die ersten Patches oft schon beim ersten Versuch.
Ich wünsche dir viel Freude beim Patches machen.
Video zum Artikel findest du hier auf meinem Instagram Kanal.
Falls du noch Fragen hast, zu diesem Thema oder Themen, die mit Stickmaschinen oder Stickdateien zu tun haben, kannst du mir gerne eine Nachricht an meine E-Mail-Adresse mail@sticktier.de schicken.
Liebe Grüße
Corinna





